| [ home ] | » | [ fotosynthese ] | » | [ 2008 ] | » | 07.06.2k8 |
| event | 10 years daimon sound system | ||||
| date | 07.06.2k8 | ||||
| location | ostsachsen | ||||
| line-up | |||||
| bilder | Teil 1 - 60 bilder / 14,10 mb Teil 2 - 60 bilder / 15,40 mb Teil 3 - 60 bilder / 16,80 mb |
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jeder weiß: jubiläen werden gefeiert und das selbst in den langweiligsten kreisen. unsereiner nimmt so gesehen schon einen sonderstatus ein, missbrauchen wir doch jede nichtigkeit für uferlosen partyspaß. was aber, wenn selbst bei uns ein echtes jubiläum ansteht? nun, auch dann wird gefeiert ... aber richtig! erst recht, wenn sich ein ereignis wie das der daimon sounds geburt zum zehnten male jährt. solch ein anlass bedarf natürlich eines gebührenden rahmens. und auch wenn die party von den vorerst geplanten ausmaßen kräftig zusammengestaucht wurde, so tat das unserer vorfreude keinen abbruch. wo früher komplizierte wegbeschreibungen und ein möglichst gruppenartiges anreisen von nöten waren, da genügen dem neuzeit-partymenschen ein paar koordinaten zu einer der online-satellitenkarten. das ganze gepaart mit einem navigationsgerät und die anreise gerät zur langweiligen routine. was den astronomischen augen jedoch verborgen blieb, das projezierte unser abblendlicht eindrucksvoll ins dunkel: kleingebirgsformationen auf bodenhöhe, die man mit viel fantasie sogar als waldweg bezeichnen könnte. vorsichtig schaukelten wir kuhle für kuhle in den wald hinein, um uns am ende der dort auftauchenden autoschlange auf einem schmalen grat zwischen dem, was sich weg nannte und dem, was hangebedingt nicht einsehbar war abzuparken. nirgends war die diskrepanz zwischen gewollt sportlicher fahrzeugoptik und eigentlich erforderlicher bodenfreiheit derart groß. anders formuliert: der titel "unwegsamstes areal" war der party schonmal sicher. doch mit dem abparken war auch schon die größte hürde genommen (mit dem späteren umparken sowieso). nach erlischen der xenonbrenner machte sich vorerst dunkelheit breit, an welche sich die augen nur langsam anpassten. auf elf uhr begann sich ein bewachsener hügel abzuzeichen. zwischen den kargen baumstämmen blitzten leicht vernebelte, bunte lichter hervor. mit öffnen der scheiben wurde klamme, frische waldluft auf schnellen, klaren beats in den fahrgastraum getragen. assoziationen an frühe sci-fi b-movies machten sich breit ... was für eine geile atmosphäre!!! mit hilfe einer taschenlampe absolvierten wir auch die letzte prüfung, die darin bestand, den waldweg unbeschadet bis zum hexenkessel zurückzulegen. der begriff hexenkessel ist in diesem zusammenhang durchaus bewusst gewählt, denn was uns nach der letzten ecke erwartete, übertraf jegliche erwartungen. wir blickten auf eine lichtung, überreste einer alten sandmine. den anschluss zum subjektiv über uns befindlichen wald bildete ein weiß beleuchteter (steil-)hang. davor die lebendig in szene gesetzte schallwand, bedrängt von heftigem gewusel. die ganze örtlichkeit war mit leben erfüllt und leuchtete durch warme farben und allgegenwärtiges lächeln. ein jammer, dass es mir diesmal (noch) nicht gelang, diese geniale optik einzufangen. die ursache liegt im studium meiner neuen dslr-kamera, die sich hier erstmalig im partyeinsatz beweisen durfte. auch diesmal wird es vermutlich ein halbes jahr dauern, ihr wirklich zufriedenstellende ergebnisse zu entlocken, aber ein guter anfang ist schonmal gemacht. ich will auch gar nicht lange drumherum reden, denn die zahlreichen bilder sprechen bereits für sich. wir durften hier ein gemeinschaftsgefühl erleben, wie man es in dieser intensität nur selten erfährt. die gute laune stand den gästen förmlich ins gesicht geschrieben und die sich von electro bis annähernd speedcore abwechselnde musik ließ keinen spielraum für langeweile. dazu erfreute sich die männerwelt an netten mädels hinter quasi jedem baum und umgedreht vielleicht sogar ebenso ... wobei man diesen satz auch kräftig fehldeuten könnte, oder? *g* wie auch immer, in diesen weckruf für die glückshormone reihte sich letztlich auch noch die urige location ein, die mit natürlichen gegebenheiten wie hügeln, kuhlen usw. jeglichen vorhaben freien lauf ließ. sei es chillen auf den wiesen, stilles beobachten vom hang herab oder einfach nur ein schläfchen in einer erdkuhle. als dann morgens auch noch die sonne durch den mischwald blinzelte und uva-strahlung vor das sound-system entsandte, war die reizüberflutung schließlich perfekt. wirklich schade, dass die polizei dem ganzen dann doch noch ein ende setzte, nachdem auf den nächtlichen rundgängen zuvor noch nichts bemängelt wurde. trotzdem muss ich den kollegen hier mal ein kompliment aussprechen, zeigten sich diese hier doch als menschen wie ihr und ich. neben einem lächeln und dem ein oder anderen witz kam kamen sogar gespräche über ihre lippen, die mit der direkten situation gar nichts zu tun hatten. im gegensatz zu deren sonstigem vorgehen kam direkt mal das gefühl auf, diesmal nicht in der schublade krimineller rotzer gelandet zu sein. habe ich das nur zu positiv empfunden oder dürfen wir tatsächlich noch hoffen!? nun denn, das abriegeln der einzigen zufahrt nahmen wir zum anlass, ein paar runden in der benachbarten kiesgrube zu drehen, so dass diese party dennoch einen sehr angenehmen ausklang fand. fazit: referenzklasse und bis jetzt die beste party des jahres! einige von uns haben ja unwillig herumgedruckst und sind letztlich zu hause geblieben. an deren stelle hätte ich jetzt bereits einen steifen nacken vom versuch mich in den hintern zu beißen ... aber ihr habt es ja so gewollt! :P |
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