| [ home ] | » | [ fotosynthese ] | » | [ 2006 ] | » | 09.06.2k6 |
| events | tekknikal nonsense | ||||||||||||||||||||
| date | 09.06. - 11.06.2006 hier: 09.06.2006 |
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| location | alter flugplatz, finsterwalde | ||||||||||||||||||||
| line-up | suburbass (live, ldac, frankreich), mat weasel busters (live, humungus rec., frankreich/tschechien), dave lxr (live, lxrec., lxr soundsystem, tschechien), keygen (live, kaotic system, frankreich/tschechien), adam vandal (dct rec., tschechien), hesed (live, analog tecno model), format c:\ (tekknikal nonsense, monotonsystem), p3d3d (tekknikal nonsense, daimon soundz), tim b. (tekknikal nonsense, daimon sounds), nulle (t.f.l.), malaria (tekknikal nonsense, xy-constructions) |
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| bilder | 108 bilder / 13,90 mb | ||||||||||||||||||||
tekknikal nonsense trifft eigentlich den nagel auf den kopf: wir fröhnen hier stupidem 4/4-takt. huldigen monströsen eigenbau-anlagen, die eigentlich gar nicht klingen dürften. taumeln eine armlänge vor der schallwand, hypnotisiert vom markerschütternden bass, wo anderswo in sicherem abstand standardtänze durchgeführt werden. wir starten parties, wo sie bei anderen schon längst vorbei sind. feiern dort, wo wir nicht dürfen. konsumieren dinge, die wir nicht sollten. verachten kommerzielle trends und lieber den optischen auftritt, vor dem uns unsere eltern immer bewahren wollten. ohne zweifel ist das alles ganz schön nonsens ... und das ist gut so. zeit also, dem kind einen artgerechten namen zu geben, mit seiner hilfe neue bewegung zu schaffen und somit einen weiteren stützpfeiler für die hiesige szene zu errichten. für die auftaktparty hätte es wohl kaum einen besseren ort als den alten flugplatz schacksdorf/finsterwalde geben können. immerhin haben wir in den vergangenen zwölf monaten einige der schönsten parties inmitten unzähliger finsterwalder schafe verbracht, wenngleich die bei den parties noch nie eine rolle spielten. wohl aber deren leithammel, der zu den wenigen unserer szene wohlgesonnenen menschen zu gehören scheint, was uns immer mal wieder teknival-artige bedingungen schafft. so auch am vergangenen wochenende, wobei wir uns zumindest dem freitag/samstag angenommen haben. und da ging das familiäre treiben bereits am einlass inmitten zahlreicher symphatischer artgenossen los. zwar war es eine free-party, doch belohnten wir das engagement mit angemessenen spenden ... glauben wir zumindest *g* naja, genaugenommen taten das in dieser nacht fast alle und das ist schonmal ein großer unterschied zur letzten fiwa-party, die hierbei etwas aus den fugen geriet. der parkplatz war noch recht überschaubar gefüllt und bot uns einen platz in ausreichender nähe zum bunker ... in der hoffnung, dass vom auto diesmal keine teile entwendet würden. aus richtung bunker vernahmen wir ein sauberes pumpen, das als gutgemachter vertreter der schublade tribe entlarvt werden konnte. angebot und nachfrage gaben sich auch diesmal die klinke in die hand, so dass es uns zuerst zur magic box, der weiteren bar sowie zum klamottenshop verschlug. gestärkt durch einen tequila sunrise konnte man dann mal einen blick in den erdhügel wagen. dort drückte es uns bereits beim eintreten die kleidung auf den leib angesichts des druckes, den das daimon-sound-system am ende des tunnelartigen baus entfaltete. der druck war auch in die andere richtung entsprechend groß, so dass die djs kurzerhand ausgelagert werden mussten. zufriedenes grinsen machte sich breit und der dave lxr sorgte mit einem sehr harmonischen sound dafür, dass dieses erstmal nicht wieder aufhörte. die stimmung war zurückhaltend, aber keineswegs schlecht. friede, freude, eierkuchen trifft es wohl am ehesten. gäste, optik und musik wirkten zusammen so als wollten sie uns sagen: kommt doch mit auf unsere reise, lasst euch tr(e)iben und die seele baumeln. zumindest hab ich das so empfunden ... gesagt, getan! das klappte auch bei den nachfolgenden acts sehr gut, was irgendwie verblüffend war. immerhin habe ich schon seit ewigkeiten keine ausländischen liveacts mehr mit so wenig geräten gesehen *g* selbst suburbass musizierte gerademal mit zwei korg, was man dem sound und dessen stellenweiser komplexität aber höchstens beim zweiten hinhören anmerkte. grundsätzlich war die party eher tribe-, denn core-lastig. die dafür typischen dicken bässe führten zusammen mit den zwangsweise offenen türen des bunkers und den ins freie spielenden monitorboxen dafür, dass die sause nicht lange unbemerkt blieb. blöderweise hatte auch jemand das tor offen gelassen, so dass sich plötzlich drei neue gastfahrzeuge auf dem parkplatz einfanden. "vom anderen ende, da kommen wir her, wir müssen euch sagen, da dröhnt es zu sehr." irgendwie fanden die es nicht so toll, dass sie in ihrer wache am anderen ende des flugplatzes quasi noch mitsingen konnten. aber letztlich konnte selbst die staatsmacht besänftigt werden, so dass einer vorbildhaften samstag nichts mehr im wege stand. warum die zeit dann so schnell verging, wie sie es letztlich tat, das weiß ich selbst nicht mehr so genau. lag es an den vielen cocktails? am top-symphatischen publikum? am schattigen unterschlupf auf bequemen matten? oder schlichtweg daran, dass tim b. und hesed mit erstklassigen platten die zeit zur nebensache werden ließen? welle erdball sag ich da nur - chiptunes at its best und immer wieder gern gehört (aber wo war eigentlich DIE welle-frau???). es war ein bischen von allem und die gesamtheit dieser überwältigenden eindrücke führte letztlich dazu, dass die party das völlige gegenteil zur letztmaligen war. kein stress, wenig müll, witzige import-acts und sonne, sonne, sonne! all das hielt uns bis schätzungsweise 15:30 uhr in schach und wäre da nicht die tko-party ein paar stunden später gewesen, so wären wir liebend gern noch ewig vor ort geblieben. |
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