| [ home ] | » | [ fotosynthese ] | » | [ 2005 ] | » | 09.12.2k5 |
| event | deffekt | |||||||||||||||||||||||||
| date | 09. - 11.12.2005 hier: 10.12.2005 |
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| location | adventureland, dresden | |||||||||||||||||||||||||
| line-up | first blood, poly kind, embargo, ostbam, hesed, zula, peli, till, beef, j-cop, tim b., the itz, kerosin, format c:\ | |||||||||||||||||||||||||
| bilder | 66 bilder / 5,76 mb | |||||||||||||||||||||||||
| kurz nachdem ich im letztwöchigen review über die party-flaute dieses wochenendes ningelte, erreichte mich die rettende info über diese geburtsparty. die anreise begingen wir recht spät, da zuvor mit allerlei brauerzeugnissen in einen familiären geburtstag hineinfeiert wurde. aus sicht des gesetzgebers war ich demnach fahruntauglich und so mussten wir die abfahrt abermals verschieben. denn just in dem moment, als wir neben meinem auto standen, bog eine patroullie des trachtenvereines in unsere seitenstraße, durchfuhr selbige in schrittgeschwindigkeit und warf uns interessierte blicke zu. wenig später wendeten sie und durchfuhren diese einbahnstraße nochmals. nun aber entgegen der vorgeschriebenen fahrtrichtung und wieder auffällig langsam und aufmerksam. natürlich freuen wir uns, wenn man uns derart viel aufmerksamkeit schenkt, nur würden wir uns diese lieber von anderen mitmenschen wünschen. also minimierten wir das risiko mit hilfe einer selbst auferlegten zwangspause und stellten nebenbei fest, dass es sich durchaus lohnt, ein bulle zu sein. da brauch man sich weder anschnallen, noch blinken, kann entgegen der einbahnstraße fahren, überall parken und von beschlagnahmten betäubungsmitteln den notwendigen eigenbedarf abzwacken ... aber wehe wenn der ottonormalverbraucher dies tut.
problemlos erreichten wir schließlich gegen drei uhr den alberthafen und hätten dem dortigen pförtner eigentlich nur noch das stichwort "adventureland" nennen müssen, um zutritt zu erlangen. doch war dies gar nicht mehr notwendig, denn an der schranke stand bereits ein weiteres fahrzeug, dessen insassen dafür sorgten, dass der sichtlich genervte pförtner abwunk, den kopf schüttelte und schließlich die schranke öffnete. der rest war ein kinderspiel, parkplätze gab es zur genüge und so blieb noch etwas zeit für ein paar schluck glühwein aus der thermosflasche. am gebäude selbst galt es dann ein paar große stufen in den keller hinab zu klettern und am dahinter befindlichen einlass einen geringen "unkostenbeitrag für ein gemeinschaftliches geburtstagsgeschenk" zu entrichten. drinnen herrschten drangvolle enge und zudem war es mollig warm und kunterbunt, so dass man sich von anfang an an das atmosphärisch ähnliche teslatek 4 erinnert fühlte. dazu trug vor allem auch die grandiose anlage bei, die im laufe des abends noch mehrfach für freudiges grinsen sorgte. lautstärke und druckaufbau konnten voll überzeugen, so dass selbst in abgelegenen ecken der location eine leichte zwerchfellmassage spürbar war. zwischen den säulen, also im direkten stereodreieck geriet das nochmals ein paar zacken eindrucksvoller. auch die musik war für den vergleich zum teslatek verantwortlich, denn hesed spielte zu dieser zeit ein feines tribe-(live)set. nebenan werkelten weiterhin peli und contergan, jedoch bin ich mir nicht sicher, ob die zu diesem zeitpunkt noch aktiv am sound beteiligt waren. jedenfalls war das set ein überaus angenehmer einstieg in die party. die angenehmen, rollenden tribe-beats hatten eine fast schon beruhigende wirkung und so wurde man ähnlich einer leichten massage dem tanze stück für stück näher gebracht. es fanden sich auch schnell mehrere bekannte gesichter mit denen sich teils interessante gespräche ergaben. nach hesed nahm dann zula das musikalische zepter vom gegenüberliegenden dj-pult aus in die hand und präsentiert uns einmal mehr einen gelungenen mix aus alten, neuen und alten neu-gemachten tracks oder wie es ein radio-moderator formulieren würde: "the greatest hits nonstop". dementsprechend ausgelassene stimmung machte sich breit, an welcher sich viele tanzende beteiligten. überhaupt war es für eine party dieser art ungewöhnlich voll. anschließend musizierte dann der terrorbit mit einigen (mir) unbekannten platten, jedoch auch einigen kamellen. wiederum etwas später dann nochmal der zula, diesmal allerdings nen ganzes stückchen besser, wobei die anlage erneut viel zu atmosphäre beitrug. denn trotz gestiegener geschwindigkeit weichte der sound nicht auf und es blieb bei präzisen, warmen punches. in den morgenstunden wurde die nebelmaschine dann leider exzessiv missbraucht, was mir mittlerweile nicht mehr sonderlich gefällt. umso interessanter war das ping-pong-set von an.dee lf und neitzguy, die geradezu abenteuerliche tracks in petto hatten. fast fühlte man sich verarscht, wenn es zu trance-melodien den hintern zu schwingen galt. wenn ichs mir recht überlege fällt sowas wohl unter den begriff hardstyle!? so gab es musikalisch eigentlich nix zu meckern, außer vielleicht der tatsache, dass fast alle djs beim mixing mehr oder weniger ins schlingern gerieten und daher immer mal wieder tracks auseinanderliefen oder von vornherein nicht zusammenpassten. negativ aufgefallen ist zudem auch das ungewöhnlich hohe aggressionspotential, womit vor allem ich zu kämpfen hatte ... "der arsch, der die fotos macht". hier wurde man weggeschuppt, da lediglich angepöbelt, mindestens jedoch schräg angeschaut. letztlich wollte ein uns allen bekannter stammgast sogar noch wissen, ob ich denn schonmal ein foto meines inneren gemacht hätte!? auf meine frage nach dem hintergrund dieser abstrakten frage erfuhr ich dann, daSs er mir meine cam so tief in der arsch schieben werde, dass ich meine därme fotografieren könne, sollte ich mir erlauben, ihn zu fotografieren. der clou: ich solle das aber nicht persönlich nehmen. in solchen situationen ist es natürlich schade, dass freetek zwar meist lautstark gefordert wird, die umsetzung dieses gedanken jedoch schon an grundsteinen scheitert. einer davon wäre z.b. das miteinander, welches eine party (u.a.) auch ausmacht. grundsätzlich blieb die feststellung, dass derartige reaktionen zumeist von menschen kamen, deren urin in seiner eigenschaft als düngemittel zu hundert bunten blumen führen würde, angesichts der unmengen, die hier teils konsumiert wurden. und so kollidierten manche beim versuch zu gehen mit den wänden, während andere mit cent-großen glubschaugen nach imaginären dingen griffen. mensch jungs (und mädels): ich möchte ja nur ungern als prädiger dastehn, nur würde einigen ein kontrollierter rausch gepaart mit einem mindestmaß an selbstdisziplin gut zu gesicht stehen. ansonsten war es wie gesagt ein sehr schönes ding mit allem, was man sich für solch eine party wünscht. musik, anlage, deko, publikumsmenge, barangebot- und preise sowie die location selbst waren mehr als in ordnung. im übrigen handelt es sich bei dem hafengebäude eigentlich um einen paintball-club und ganz nebenbei um eine der größten indoor-locations - wer hätte das gedacht. wir sind dann gegen high noon, sprich 12 uhr heimgedüst, obwohl ich mich in den letzten 45 min im auto von den sagenhaften drei flaschen bier dieser nacht erholt habe, was gleichzeitig einen pils-negativ-rekord darstellt. bleibt also abschließend die frage: waren die anderen wirklich so durch oder war ich diesmal einfach zu nüchtern? |
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