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event trampelbass
date 29.10.2k5
location x-side, dresden
line-up

hardtek/core
tim b., hesed, perplex, kerosin, ilep vs. contergan (live)
drum'n'bass
an.dee.l.f, neitzguy, apurockz, dj 100 yard, oolyx

bilder 53 bilder / 4,22 mb
der vergangene samstag war einer jener tage, an denen man sich fragt, warum zum teufel keine akzeptable party stattfindet und an anderer stelle mehrere highlights auf den gleichen tag fallen. aber halt: wieder mal bot ostsachsen einen ausweg, genaugenommen einen trampelbass, gesäumt von hardtek/core sowie drum&bass. dieser steinige weg führte ins x-side und war somit ein guter anlass, sich selbiges mal näher anzuschauen.

dort ankommend bot sich uns ein bild des schreckens. menschenmassen samt der dazugehörigen blechlawine bevölkerten das areal rund um die spinnerei (straße e), so dass wir einige runden benötigten und letztlich doch am arsch der welt parken mussten. während der parkplatzsuche führte das ungewohnte bild schon zu spaßigen bemerkungen à la "schön wars ... und jetzt lasst uns wieder fahren". in dem gebiet befinden sich unzählige clubs, discos und kneipen für allerlei geschmäcker und so ist es rätselhaft, dass am triebwerk derart viel polizei lauert, wo doch hier viel mehr beute wäre.

das x-side befindet sich direkt gegenüber der spinnerei und knöpfte uns lediglich bescheidene 5 euro ab, was für das gebotene vollkommen ok ist. der tradition folgend führte uns der erste gang zur bar, wo wie schon am vortag heftige 2,50 für ein kleines pils gefordert wurden (erneut ohne pfand) ... mann war das ein teures wochenende :( die begehung der grundsätzlich angenehmen location brachte die erkenntnis, dass es sich um eine auf club getrimmte disco handelt. samtige bodenbeläge mit den typischen alu-riffel-kanten an stufen waren ebenso disco-like wie die bodenfließen und diese überflüssigen metallsäulen (geräteträger ohne geräte). und wie in hunderten anderen techno-discos dieser welt waren tarnnetze, dunkelheit und nebel die überwiegenden stilelemente.

tim b. spielte mal wieder ein sehr schönes set im core-floor, welches uns erste tanzeinlagen abverlangte. jedoch hatte mich schon beim ersten hineinschnuppern der beat des drum&bass-floors beeindruckt, so dass ich einen intensiveren blick wagte. und das war dann auch das todesurteil für den core-floor. denn was da an d&b gespielt wurde, war einfach nur sahne. zugegeben: es war kein komplizierter sound, demnach auch fast keine jungle-einflüsse oder breakcore. insgesamt recht geradlinig und nicht langsamer als der corefloor, damit natürlich auch sehr schön tanzbar und trotzdem angenehm wirr. dieselboy wäre ein name, der mir zu diesem style ansatzweise einfiele.

während sich also die anderen noch mit bockwurst und kaffee im außenbereich versuchten, hatte ich bereits große teile meines shirts durchgeschwitzt. immer mal wieder wagte ich eine hörung im core-floor, jedoch war dieser geradezu langweilig im vergleich zu dem d&b-fest. dieser sound, dem ich bisher leider zu wenig aufmerksamkeit schenkte, hat jede menge reize, die bei core nur schwer bis gar nicht machbar wären. grollender tiefbass plus melodien im oberbass, dazu wirres percussion-gescherbel ... ich fand das klasse. leider kenn ich mich in der szene (noch) nicht aus, kann also nicht sagen, wer wann und wie musiziert hat. dies wäre aber ohnehin schwer, da es später zu einem riesigen ping-pong aller beteiligten mutierte.

mindestens ebenso beeindruckend wie die musik an sich waren auch die "d'n'b'erinnen", die nicht nur ausgesprochen ansehnlich waren, sondern auch ganz und gar mit dem sound verschmolzen. das war einerseits sehr schön anzuschauen und andererseits auch dem gesamteindruck auf jeden fall förderlich. man stelle sich nur mal vor, dieses rhythmusgefühl käme auch nur ansatzweise in anderen, vorzugsweise horizontalen situationen zum einsatz.....himmlich *g*

so ist es schon verblüffend, dass ich vom core-floor diesmal fast gar nichts mitbekommen habe. die momente jedoch, die ich dort erlebte, waren mit ebenso ansprechender musik erfüllt. von ilep vs. contergan habe ich dann mal etwas mehr vernommen und fand den sound an sich sehr ansprechend, allerdings viel zu monoton. bei gleichbleibendem beat im minutentakt mal dieses oder jenes zu ändern reicht irgendwie nicht, nichtmal bei tribe und so wurde das liveact bei längerem hören eher langweilig. aber unterm strich war das nicht weiter wild, da zwischenzeitlich ohnehin alle mitreisenden unserer truppe auf dem d&b-floor feierten.

zwischendurch machte ich die üblichen fototouren, die mich auch an den eingangsbereich führten. doch schnell meinte der sich wichtig machende türsteher: "ey junge, was machst du hier überhaupt?". vielleicht hätte ich verraten sollen, dass ich in meiner als digicam getarnten tasche muskel-aufbau-präparate schmuggle!? ich sollte jedenfalls verschwinden, da im eingangsbereich niemand etwas zu suchen habe und so war diese "freundlichkeit" ein weiteres phänomen, welches sonst eher in discos zu finden ist und welches die wahrscheinlichkeit minimiert, dass mich diese location jemals wiedersieht ... nachtragend wie ich nunmal bin. ähnlich erging es einst dem chromeclub, dem ich ebenfalls fern bleibe, seitdem man mich nach kurzem einnicken rauswerfen wollte.

aber mal abgesehen von solch ärgerlichen kleinigkeiten war die nacht durchaus gelungen, nicht zuletzt aufgrund der sehr guten musik auf beiden floors, die durch die ordentlich dimensionierten anlagen auch keinen limits unterlag. das x-side selbst ist sicherlich nicht so schlecht wie sein ruf, allerdings bei weitem nix weltbewegendes, halt eben ein club von vielen.

allerdings trieben wir es auch diesmal nicht allzu lange, da ich im laufe des nachmittags noch nach ffm musste. als wir gegen 7 uhr (nach "neuer" winterzeit) abdampften, war der außenbereich überraschenderweise menschen- und fahrzeug-leer, denn alle anderen locations hatten längst geschlossen. so traten wir eine von paranoia geprägte rückreise an, bei der wir erneut zahlreiche trachtengruppen sichteten. diesmal allerdings aus anderem grunde, denn am sonntag wurde bekanntlich auch die frauenkirche eröffnet und so hatte die staatsmacht mal ausnahmsweise kein interesse am partyvolk. so wird diese party als ein ereignis in erinnerung bleiben, welches unsere lust an SOLCHEM d&b geweckt hat.

kommentare der besucher
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pnoijdz  24.04.2010 | 03:55

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