| [ home ] | » | [ fotosynthese ] | » | [ 2005 ] | » | 30.07.2k5 |
| events | east teknival revenge | |||||||||||||||||||||||||
| date | 30.07.2k5 | |||||||||||||||||||||||||
| locations | alter flugplatz, finsterwalde |
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| line-up | arobass (okupe, fr), -format c:\ (monotonsystem), hesed (analog tecne model, i), ...... | |||||||||||||||||||||||||
| bilder | 40 bilder / 2,32 mb | |||||||||||||||||||||||||
| nach all den überwältigenden tanzveranstaltungen der vergangenen monate kam nun mal wieder ein tiefschlag, der eigentlich nicht hätte sein müssen. genaugenommen waren es deren zwei, denn zeitgleich zu der von uns favorisierten east teknival revenge party fand weiter süd-östlich das alljährliche czechtek statt. doch statt friedlichem miteinander unter kritischer polizeiaufsicht kam es diesmal zur brutalen zersetzung des festivals. die bilanz: ca. 1000 polizeibeamte gegen ca. 5000 musikliebhaber ergaben unter einsatz von wasserwerfern, tränengas und anderen nettigkeiten 82 verletzte und angeblich 1 toten, der von einem lkw erfasst wurde.
da waren wir in der nähe des beschaulichen finsterwalde besser dran. nachdem wir diverse, durch fiwa patroullierende polizeifahrzeuge hinter uns gelassen hatten, standen wir vor dem gelände und zugleich vor verschlossenem tor. wir wollten gerade parken und die lage zu fuß erkunden, als uns unverhofft die pforte geöffnet und somit erste bedenken beseitigt wurden. wir fanden auch gleich ein plätzchen vor dem bunker und hetzten voller vorfreude in das innere des erdhügels. der erste gedanke war: "autsch, meine ohren", denn die mussten schon ganz schön abgehärtet sein, um dieses klangbild zu ertragen. bässe gab es so gut wie gar nicht und was an mitten eingespart wurde, das legte man im hochtonbereich drauf. mit anderen worten: es klang äußerst schrill und damit aufdringlich und nervig. der schlechte klang paarte sich mit schlechter musik: ein 08/15-sound, der anscheinend völlig ohne konzept daherkam. minimal und verspielt, schnell und langsam, gerade und gebrochen - all das gab es in einem set. hatte man sich gerade so auf einem style eingschossen, so wechselte er gleich wieder. dabei war das arrangement geradezu billig: pattern rein, pattern raus und dazu hier und da mal noch einige knöpfchen gedreht - nennen wir es mal untere mittelklasse. warum die leute trotzdem derart viel spaß an der musik hatten, ist mir schleierhaft. entsprechend lustlos und gefrustet standen wir in der gegend herum, um wenig später den beschluss zu fassen, erstmal die gegend zu erkunden. die bot im außenbereich noch eine stage von tekkn%st, wo es angenehmen, aber irgendwie viel zu leisen core für die ohren und diverse flüssigkeiten für die trockene kehle gab. drumherum hatten sich jede menge reisende in camping-artigen gebilden versammelt und lümmelten unter lkw-planen oder einfach zwischen den zelten. grundsätzlich hielten sich highlights in grenzen und vor allem drinnen dominierte die nackte kahlheit. von der angepriesenen deko- und video-performance war nix zu sehen und somit wirkte es insgesamt noch etwas trostloser als beim letzten mal. mit den erkundungen schnappten wir auch infos über das treiben vor ort auf, die nichts gutes ahnen ließen. so gehörte das sound-system den franzosen, die aufgrund dieser tatsache unverschämterweise keinen anderen heran ließen und schon seit schätzungsweise 20 stunden nonstop musik machten. und da der pa-guru wohl sehr eigen war, ließ dieser auch nicht in sachen abstimmung mit sich reden. mit anderen worten: die party war von den franzosen besetzt und um weitere auseinandersetzungen und streit zu vermeiden, ließ man sie ihr ding machen. trotz dieser situation kam dann irgendwie format c:\ mit live dargebotenem tribe-sound an die reihe. das war dann auch der zeitpunkt, zu dem man von einer besserung sprechen konnte, da mittlerweile auch die anlage geringfügig optimiert wurde. von einem "whow"-effekt, wie ihn die imposante optik der boxen eigentlich verspricht, waren wir trotzdem noch weit entfernt. ich bewegte mich zwar zu mehreren der durchaus angenehmen takte, verlor aber recht schnell die lust daran. ohne dem clemens schlechte musik unterstellen zu wollen: der ewig gleiche tribe-tek ging mir im laufe dieser nacht auf den sack und war irgendwie das falsche mittel angesichts der vorgeschichte dieser party. da hätte ich mir kraftvolleren antrieb gewünscht. so verbrachten wir relativ viel zeit im auto, wo gedöst und geschmollt wurde. das gute daran: im auto war der sound bei leicht heruntergelassener scheibe am besten, da diese und die bunkertüren übermäßige hochtonanteile herausfilterten. je heller es wurde, desto langsamer wurde der sound und gipfelte morgens in etwas schnellerem techno. zu diesem zeitpunkt war unsere laune aber bereits auf einem tiefpunkt und eine frühzeitige abreise beschlossene sache. ein grund hierfür war auch, dass morgens alle systeme von den plattentellern entfernt und uns somit die hoffnung auf abwechslung in form schwarzen plastiks genommen wurde. auch der outdoor-floor von tekn%st war bereits verstummt und drinnen war für die kommenden stunden wohl wieder nur ein lahmes franzosen liveset zu erwarten. aber etwas gutes hatten die ausländischen gäste: einen bezug zur natur und demnach müllsäcke an ihren lkws, worin fast alles überflüssige landete. von diesem verhalten waren die meisten gäste leider weit entfernt und so war das areal bis zu unserer frühen abreise gegen 8 uhr von der natürlichen idylle zur müllhalde mutiert. insgesamt ist es schade um den aufwand und die guten absichten der veranstalter, dass sich diese party derart entwickelt hat - musikalisch, wie auch das ganze drumherum. eine neue erfahrung, die zeigt, dass auch in der free-tekno-szene einige sich selbst am nächsten sind - eine erfahrung, die wir uns gern gespart hätten. |
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