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event teslatek 4
date 25.06.2k5
location alter flugplatz, finsterwalde
line-up david green (live, infrabass, alchimyst, fr), nout (live, heretik, le diable au corps, fr), format c:\ (live, monotonsystem, xy-constructions), aka electronics (xy-constructions), court cirquit (scraface/ze.trixx, protestkultour), nulle (t.f.l.), giftzwerg (schwarzmatt), ill bastard (protestkultour, schwarzmatt), zula
bilder 123 bilder / 7,97 mb

angesichts der tatsache, dass job-technisch bei mir momentan die luft brennt, was einem mental die luft abschnürt, so hätte teslatek nicht besser fallen können. einen besseren anlass zur gepflegten musikalischen stressbewältigung hätte ich mir nicht denken können. zumal uns die location von unserer zuletzt dort erlebten party noch gut im gedächtnis war und sich einst auch die infrabass-mannen bei der abschließenden k--party fest in unseren gehörgang gebrannt hatten. die vorfreude war demnach schier grenzenlos....

gegen 23 uhr gab ich meinem schwedischen hengst die sporen und wir glitten richtung reudnitz, um den ersten mitstreiter aufzusaugen. dann ging es weiter nach stahmeln, wo der nächste kaputtnik den sternenhimmel gegen ein blechdach tauschte. der letzte freie platz führte uns schließlich nach halle, wo selbiger mit einem gar bezaubernden weibchen gefüllt wurde. diese kurierfahrten kosteten freilich zeit, was durch die umleitung richtung eilenburg nicht besser wurde. kurzum: in eilenburg ankommend hatten wir bereits über 100km und zwei stunden hinter uns gelassen. der rest des weges war ein kinderspiel und dank kubis exakter wegbeschreibung landeten wir zielgenau auf dem alten flugplatz in finsterwalde. dort machte man auf privatparty und öffnete jedem kommenden fahrzeug, so also auch uns das tor. so machte sich bereits beim befahren des geländes familienatmosphäre breit. apropos gelände: die party war diesmal an einer anderen stelle des flughafens.

nachdem jeder von uns seinen achtköpfigen obolus enrichtet hatte, suchten wir uns ein lauschiges plätzchen unter einem der windräder. dem folgte ungläubiges staunen angesichts der beachtlichen geräuschentwicklung dieses monströsen gerätes. merke: niemals in die nähe von solch einem teil ziehen! vielleicht sollte man die ganzen windräder auch besser anhalten ... aber ob dann die erde aufhört sich zu drehen? man weiß es nicht. auch befragten wir dazu unseren 1000 ml großen freund namens "black death vodka", was er denn so davon hält. aber komischerweise wollte der nicht reden, der drehte bloß.....

nach ein paar dieser runden gingen wir dann rein, wobei am eingang zum bunker nochmals die stempel kontrolliert wurden. kein problem, ordnung muss sein ... sonst könnte ja jeder kommen, kurz zuvor hatte sich übrigens auch schonmal die kripo versucht. obwohl man es auch auf die meist übliche reizüberflutung in den ersten paar minuten zurückführen könnte, so waren wir erstmal ein wenig enttäuscht. statt einem großen bunker, gab es einen kleinen erdhügel mit flachem, schlauch-ähnlichem raum. die deko war eher spärlich und die akustik nicht zufriedenstellend, da u.a. stark hall-lastig. nun gut, während einer von uns erstmal einige ballons ihres gases beraubte (geht das nicht eigentlich andersherum!?), genossen wir die show, die mit jeder weiteren minute, der wir uns ihr aussetzten an faszination gewann. neben der feststellung, dass die gespielte musik einfach mal höchst amtlich klang, merkten wir auch schnell, dass die akustik unmittelbar vor den boxen astrein war und geradezu dazu einlud, den eigenen schädel möglichst nah vor einem der boxentürme zu plazieren. hinzu kam eine geniale stimmung, die das ergebnis dieser lieblichen musik war.

wie an anderer stelle schon treffend bemerkt wurde, waren die franzosen diesmal weniger verspielt. stattdessen gab es relativ fixe klänge, die gehörig in die beine gingen. als frenchcore-liveact muss man sich doch eigentlich vorkommen wie das verkörperte perpetuum mobile: dank der musik kann man nicht still halten und der durchlebte bewegungsdrang führt wiederum zu zahlreichen treffsicheren griffen an die zahllosen knöpfe und regler, aus denen neue hörungen hervorgehen.....solange das aggi mitmacht ;)

zwischendurch ließen wir uns natürlich überall mal blicken, was neben bekannten gesichtern auch andere entdeckungen hervorbrachte. so z.b. die gut versteckte und daher kaum wahrgenommene cocktail-bar, wo es zu äußerst fairen preisen leckere cocktails gab. wahlweise für 1,80 was kleines zum "wegkippen" (hab ich getestet, funktionierte gut) oder der halbe liter mit 8cl "drehsaft" für gerademal 2,80 euro - sehr schön. im zelt unweit dieser "magic box" getauften bar war die normale bar untergebracht, die zu meiner überraschung stets kaltes bier zu bieten hatte, was sich im weiteren tagesverlauf äußerst positiv bemerkbar machte.

es wäre zu mühsam auf alle details einzugehen, aber es kann quasi gar nicht anders sein, als das wir bis zu unserer abreise gegen ca. 17:30 uhr jede menge nette erlebnisse hatten. so wurde durch uns der halbe flughafen erwandert, was neben entzückenden bauten vor allem jede menge schafscheiße zu gesicht brachte. an der kompletten flugplatz-begehung sind wir mangels mobilem bier-support und der dafür notwendigen kondition gescheitert. macht aber nichts, andere haben es schließlich nur 10 m vor den bunker-eingang geschafft und sich dann dem schlaf hingegeben. ich bin zwischendurch auch mal ordentlich eingenickt und hab daher leider einiges verpasst. court cirquit hätte mich beispielsweise stark interessiert. nunja, nach dem erwachen machte der ill bastard ein vorzügliches set, welchem ich mich recht lange aussetzte. später war ich dann ab schätzungsweise 16 uhr fast allein am feiern, was gut war, denn so konnte ich wenige zentimeter vor den boxen feiern. was sollte man sonst auch tun, wenn in folge der trunkenheit langsam das lautstärkeempfinden nachlässt. apropos nachlassen: meine digi-cam wollte dann auch nicht mehr so recht und hat sich wehement geweigert, mit meinen akkus zu kooperieren, so dass es ab 14 uhr keine bilder mehr gibt. was solls, gönnen wir der technik diese erholungspause, schließlich wurden die schaltkreise in dieser nacht mehr als ausreichend durchgeschüttelt.

um das ganze mal zum ende zu bringen: ich fand diese party grandios! ausnahmslos nette leute und ebenso nette stimmung. dass ich mit den barleuten mal wieder am besten konnte, muss wohl irgendwie an mir liegen *g* dazu bombastischer sonnenschein und stets ein kühles becks ... und dann diese musik ... oh ja, die musik. letztlich fand ich es sogar richtig gut, dass es nur ein kleiner erdhügel und kein richtiger hangar-bunker war, ist letzteres doch weitaus weniger kuschlig. gut, deko-technisch hätte man mehr machen können, aber dafür gab es auch COREkte frauen, das sollte doch zur optischen akzentuierung genügen. aus anfänglicher skepsis wurden somit wunderschöne momente, die atmosphärisch einen beispielhaften querschnitt zwischen alten k2-zeiten und den teknivals bildeten. von einem east-teknival-warm-up zu sprechen wäre trotzdem vermessen, denn diese party war viel mehr als das!

apropos mehr: wenn ich schon keine bilder mehr machen konnte, so dachten sich wohl andere dies für mich tun zu müssen. komischerweise war deren kamera sehr unhandlich, in seltenem grün lackiert und hatte zudem ein rotes blitzlicht. ich werde das gefühl nicht los, dass die mir schon bald 40 überflüssige km/h im anflug auf halle unterstellen werden. und all das wegen einer frau ... ist es das wert? jederzeit!

kommentare der besucher
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  05.07.2008 | 12:14




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